Tschipolin

Allergiehalber abzugeben. Oder so.

(Achtung: Der folgende Bericht enthält sarkastische, nicht immer ganz 1:1 ernst zu nehmende Aussagen. Wer einen kynologisch ausgefeilten Text erwartet, wird hier enttäuscht, dafür finden alle sicher ganz viele Unwahrheiten, schlechte Ausreden und vieles mehr. Somit lade ich alle ein, diesen Bericht einfach nicht zu lesen.)

 

Und nun ist es also so weit. Ich könnte den schwarzen Teufel auf den Mond schiessen. Oder mit einem One-Way-Ticket nach Belgien. Oder dorthin wo der Pfeffer wächst. Ist mir eigentlich ziemlich egal. Und ja, ich weiss, ich bin unglaublich unfair. Denn er hat für seine gut sieben Monate einen überdurchschnittlichen Rückruf, er zeigt auffliegende Vögel bereits eingermassen zuverlässig durch Verharren an, wir sind in der Lage, an der Leine durch Menschenmengen zu gehen und und und. Ach ja: Und wie toll er mit mir mitarbeitet! Ja, ich weiss.

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"So einen will ich auch!"

"Oh, ein Cocker-Spaniel aus Arbeitslinie? Gibts das? Der hat ja richtig viel Power!" 

"Wow, der macht ja begeistert mit!"

"Genial, wie der kommt, wenn du pfeifst!"

Mehrmals wöchentlich höre ich solche Kommentare. Ganz häufig gefolgt von einer Aussage wie "so einer würde mir auch noch gefallen". 

Nur leider ist das, was man so von aussen sieht, immer nur ein Blitzlicht, eine Momentaufnahme. Und hat nur wenig mit unserem gelebten Alltag zu tun.  Ja, Tschipolin hat einen tollen Appell. Ja, er arbeitet begeistert mit. Ja, er hat unglaublich viel Power. Aber das ist nur eine Seite. Beziehungsweise nur der winzige Teil einer Seite. Denn es ist nun mal nicht so, dass diese Working-Lines einfach mit viel "will to please" und Power auf die Welt kommen und der Rest ist mit ein bisschen Training erledigt. Wie alles andere hat auch diese Arbeitswut, diese Reaktivität und dieses druckvolle Arbeiten eine Kehrseite. Nur leider interessiert sich selten jemand dafür. Meistens ist es so, dass die Leute glauben, dass ein Retriever aus Arbeitslinie in etwa das Gleiche sei, wie ein Retriever aus Showlinie, einfach mit mehr "Power" und etwas anderem Aussehen. Und auch beim Spaniel ist es ein folgenschwerer Irrtum, dass man einfach einen "getunten" Cocker oder Springer hat, wenn man sich einen "Working-Spaniel" ins Haus holt.

 

 

Ich möchte gerne einige Sätze zu dieser Thematik verlieren, die mir immer wieder Bauchweh bereitet: Ich liebe diese verrückten Cocker und Springer aus Arbeitslinie. Aber gleichzeitig habe ich auch einen riesigen Respekt davor, diese Hunde in einen Alltag zu integrieren, der nicht einfach aus Zwinger und jagdlichem Arbeiten besteht, sondern vor allem aus Familie und "normalem" Leben, bei dem ich die Hunde auch mal mitnehmen möchte, wenn ich die Kids zu Fuss in die Schule begleite, in welchem es immer auch mal Familienurlaub gibt usw. Also einfach ein Leben, in dem sich nicht alles nur um Hunde dreht, beziehungsweise, in dem die Hunde mitten drin sind und nicht draussen im Zwinger. Und genau da beginnt die Kehrseite und damit der anstrengende Anteil; denn diese reaktive und hellwache Seite der Arbeitslinien lässt sich nicht einfach an- und ausschalten. Die ist sozusagen "eingebaut". Ich habe also nicht einen tollen Arbeitshund und drinnen und mit den Kindern und in der Stadt und überall sonst ist dann dieser Hund wie sein Pendant aus der Showlinie. Sondern dieser schnell hochfahrende, an allem interessierte, teilweise übersensible Anteil ist immer da, das ist der Preis. Egal wo und wann.

Also bedeutet dies zuerst einmal; schlafen lernen, abschalten können, denn irgendwann muss dieses System auch zur Ruhe und zur Erholung kommen. Egal, was drumherum passiert. Meine Hunde werden "zwangsgeschlafen" und müssen dadurch früh lernen, in ihrer Box zur Ruhe zu kommen. Genauso, wenn sie neben mir angebunden sind. Dies braucht Nerven und manchmal noch mehr Geduld (und Ohropax). Genauso müssen sie lernen, dass sie ganz ganz viele Entscheide nicht selber treffen, sondern nachzufragen haben, sie lernen, sich lenken zu lassen und sich anzulehnen. Auch wenn dies zu Beginn nicht immer ganz freiwillig ist. Und noch dann werden solche Hunde nie so locker und entspannt durch den Alltag schlendern, wie das Hunde tun, die nicht bis heute gezielt auf Arbeit selektioniert werden.

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Angekommen...

Seit gut vier Wochen ist Tschipolin nun bei uns und es hat sich einiges bereits gut eingespielt.

Das Schlafen in der Box funktioniert einwandfrei und überall (eines meiner wichtigsten Anliegen bei einem Welpen überhaupt), unsere Kommunikation nimmt auch langsam Formen an und ich spüre jeden Tag etwas besser, wie dieses neue Wesen funktioniert. 

Ich muss ganz bewusst darauf achten, dass Ylva

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Tschipolin ist da!

Endlich ist er da! Tschipolin, unser Neuzugang. Vor einer Woche haben wir ihn in Belgien abgeholt.

Immer wieder habe ich mal mit dem Gedanken gespielt, mir wieder einen Spaniel ins Haus zu holen, doch eigentlich war es mir klar, dass es wieder eine Goldi-Dame sein soll. Tja, und dann kommt alles anders und so hüpft nun ein Cocker Spaniel aus Arbeitslinie durch unser Leben...

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